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Thursday, April 11, 2013

Rezension: Das Spiel der Götter, Band 1

Das "Spiel der Götter" von Steven Erikson ist mit Sicherheit keine Fantasy Serie, die sich einem einfach erschließt. Die Geschichte ist komplex und am Anfang verwirrend, denn: Man wird ohne Vorkenntnisse einfach in diese Welt hineingeworfen und muss diese kennenlernen. Man ist ein Gestrandeter in einem fremden Land mit einer nicht bekannten Vorgeschichte und irrt herum. Staunend, verwundert, manchmal verzweifelt, denn Steven Erikson kennt im ersten Band keine Gnade. Es werden mehr und mehr Charaktere eingeführt, oft Schauplätze gewechselt und es gibt keine gute oder böse Seite. Nur ein dunkles Grau, denn die ersten Bände beschreiben die Invasion des Malazanischen Imperiums und alle Beteiligten schenken sich nichts. Es herrscht Krieg mit all den Grausamkeiten und Gewalt, die dieser bringt. Man kann das als Warnung betrachten, denn obwohl die Gewalt in den Büchern nie verherrlicht wird, beschreibt sie Erikson doch mit sehr deutlichen Worten. Es ist eine gewaltätige und brutale Welt, aber auch voller Schönheit, Wunder und Liebe.

Sunday, June 10, 2012

Ein virtueller Brunch

Der Teufel weiß alleine, was mich dazu bewegt, via Skype an einem Brunch mit eigentlich wildfremden Menschen in einer anderen Stadt teilzunehmen - eine merkwürdige Situation. Ich gebe einer wild romantische Vorstellung über das digitale Zeitalter die Schuld, genauer: "Der Schockwellenreiter" von John Brunner, mein erster gelesener Science Fiction. Lesenswert, auch heute noch. John Brunner hat nicht nur die die Idee des Internets in Form eines weltweit umspannenden Datennetzes vorweg genommen, sondern auch Hacker und Computerviren. Auch wenn ich damals noch nicht alles verstanden hatte - ich war 14 Jahre alt - hat es in mir etwas angesprochen. Da war eine Welt, die darauf wartete entdeckt zu werden und sei es in meiner Vorstellungskraft, in Büchern oder einer möglichen Zukunft. Terra Incognita, ein Land in das noch niemand seine dreckigen Füße gesetzt hat, ein Land das mir alleine gehörte. Vieles von den alten Science Fiction ist heute Realität und ein iPad als Avatar, der mich an einem Frühstückstisch ersetzt - da schlägt doch das Herz eines Nerds gleich höher. Zeit und Raum werden ein weiteres Mal besiegt und ich bin dabei!

Nachtrag:

Erzähle den Götter von deinen Plänen, wenn du schallendes Gelächter hören willst. Zeit und Raum vs Nerd: 1:0 . Der wankelmütige Gott der Internetverbindung, negatives Karma oder meine schlechten Sprüche vorab haben mein Zweitleben als iPad-Avatar verhindert!