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Friday, April 19, 2013
Hype, whine and cheesy games (2)
In einem klassischem Campus-Deutsch ausgedrückt: Ein Hype entsteht aus einem sozialen und medialen Diskurs in der Gesellschaft. Was nichts anderes bedeutet, als der Klatsch&Tratsch im Büro, Schule oder der Social Media Plattform ihrer Wahl: "Hast du schon gehört/gesehen/gelesen? Das ist so fresh&cool, dass muss man..." "Ja, tolle Sache... reichst du mir bitte den Eimer in der Ecke, so dass ich mich übergeben kann?" Oups, das war jetzt nicht so freundlich, oder? Aber ich gelobe Besserung, denn jetzt geht es in die Berge: Ein Hype hat einen Gipfel und einen Höhepunkt mit dem sinnigen Namen: "Überhöhte und überzogene Erwartung".
Monday, April 15, 2013
Hype, whine and cheesy games (1)
Games unfertig, mit Bugs oder fehlenden Features auf den Markt zu bringen ist - gelinde gesagt - eine Sauerei. Daran gibt es nichts zu deuten und der Zorn der Spieler in so einem Fall ist mehr als gerecht. Warum das immer wieder passiert, ist ein Puzzle aus vielen Teilen, dass komplex und selbst für Beteiligte nur schwer zu durchschauen ist. Auch wenn ich mich unbeliebt mache: Ich glaube nicht, dass die Geschichte vom gierigen Publisher stimmt, der mit roten Augen und satanischem Gelächter Spieleschmieden aus lauter Bosheit dazu zwingt, unfertige Spiele zu veröffentlichen. Dass ist lediglich die einfachste Möglichkeit, das Böse in der Welt der Spiele zu benennen und einen Schuldigen für die eigene Entäuschung zu finden, wenn ein Produkt unsere Erwartungen nicht erfüllt.
Friday, March 29, 2013
We put our faith in Blast Hardcheese
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| Mr. Hardcheese and the Bullshit Bingo |
Ich persönlich bin überzeugt, dass offizielle Mitteilungen und Statements von Unternehmen immer problematisch sind, alleine aus dem Grund, dass ein Unternehmen ein berechtigtes Interesse daran hat, die Fakten in einer Krise so zu interpretieren, dass die "Wahrheit" für alle Betroffenen erträglich wird. Und das ist das Schwierige: Ich weiß, dass ein offizielles Statement eines Unternehmens kein Beweis oder Nachweis für eine wie auch immer geartete Wahrheit ist. Es ist eine Aussage, die unser Bild und Auffassung von dem, was geschehen ist, in eine bestimmte Richtung lenken soll. Dass heisst, ich muss letzten Endes die Entscheidung treffen, ob ich der Verlautbarung Glauben schenke: "to put or not to put my faith in Blast Hardcheese". Hmm, wenn ich es mir so recht überlege... neben Vertrauen und Misstrauen gibt es noch eine dritte Möglichkeit - eine offizielle Verlautbarung, von der jeder weiß, dass diese falsch, aber zumindest amüsant ist. Ich denke da an Said el Sahhaf, der ehemalige irakische Informationsminister: "Bagdad wir niemals von den stinkenden Amerikaner eingenommen!", während im Hintergrund der Aufzeichnung amerikanische Panzer durch die Stadt rumpeln. Legendär!
Wednesday, March 27, 2013
Social Media und der gefräßige Plapperkäfer
Es gibt Tage, an denen sollte man im Bett bleiben, sich die Decke über den Kopf ziehen und das Leben da draußen meiden: Nennen wir es die angewandte Theorie des gefräßigen Plapperkäfers von Traal. Ein von
Douglas Adams
beschriebenes Alien, dass denkt, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen. Mächtig dämlich, aber gefräßig. Einer der Gründe, warum man nicht ohne Handtuch aus dem Haus gehen sollte, denn Ignoranz ist eine mächtige Waffe.
Das Interessante ist, dass viele User im Internet das Mindsetting des Plapperkäfers von Traal benutzen. Trotz allen Geredes von der Intelligenz des Schwarms, neigt das einzelne Mitglied dazu dämlich und gefräßig zu sein, und schnappt hungrig nach den paar Informationshappen, die uns vor die Füße geworfen werden. Tratsch und Klatsch sind der Leim, der das Internet zusammenhält und wer unsere Gefräßigkeit gut bedient, den belohnen wir, indem wir das größere Gesamtbild ignorieren: Denn was wir nicht sehen, betrifft uns auch nicht. Oder?
Das Interessante ist, dass viele User im Internet das Mindsetting des Plapperkäfers von Traal benutzen. Trotz allen Geredes von der Intelligenz des Schwarms, neigt das einzelne Mitglied dazu dämlich und gefräßig zu sein, und schnappt hungrig nach den paar Informationshappen, die uns vor die Füße geworfen werden. Tratsch und Klatsch sind der Leim, der das Internet zusammenhält und wer unsere Gefräßigkeit gut bedient, den belohnen wir, indem wir das größere Gesamtbild ignorieren: Denn was wir nicht sehen, betrifft uns auch nicht. Oder?
Wednesday, March 20, 2013
Sim City 5: Der Offline Modus oder warum die Hose unter dem Knie hängt.

"I shall now tell you how awful rants are, they are the bain of humans."The Urban Dictionary
Sim City 5 rockt meiner Meinung nach und ist ein würdiger Nachfolger der Reihe. Und es ist mir vollkommen egal, ob jetzt jeder einzelne Sim eine persönliche Lebensgeschichte verpasst bekommt und auf ewig in einer Arbeitersiedlung schmoren muss oder jeden Tag Wohn- und Arbeitsstätte wechselt. Das Spiel macht trotz der Schwächen und Bugs kurz nach dem Release Spass, man kann wunderschöne Städte bauen und das zählt unter dem Strich.
Unschön dagegen finde ich gewisse Tatsachen und Ereignise in der wirklichen Welt, genauer: Handhabung von Release und Kommunikation mit der Community. Machen wir uns nichts vor... offizielle Statements eines Unternehmens während eines Shitstorms sind immer der Versuch die fromme Lüge mit der Wahrheit zu verkaufen - mit einer recht freien Interpretation der Fakten und eigenen Aussagen. Ein Zyniker mag sogar behaupten, dass "das offizielle Statement" Teil eines perfiden Spieles ist, bei dem beiden Seiten bewusst ist, dass die Wahrheit höchstens zwischen den Zeilen zu finden ist oder genannt wird. Was folgt, ist ein öffentliches Ritual der Unterwerfung und Beschwichtigung, bei dem lediglich die Ausführung bewertet wird und vor allem die Kunst, sich nicht bei einem weiteren Fauxpas mit herunter gelassener Hose erwischen zu lassen.
Sunday, June 17, 2012
Den Propheten Lügen strafen
Die Unvernunft des Irrsinnigen liegt nicht im Mangel an Verstand.
Gilbert Keith Chesterton
Das Internet als Raum, in dem wir uns frei bewegen und prinzipiell jede Information abrufen können, die es gibt, ist ein Ideal, dass wir als Weltgemeinschaft anstreben sollten, vermutlich aber nicht erreichen werden. Denn das Internet ist schon lange kein Raum mehr, in dem man sich frei bewegen kann. Die Gitterstäbe sind vielleicht für die meisten Benutzer unsichtbar, aber es gibt sie und es werden täglich mehr. Es haben sich sicher schon einige den Kopf daran blutig geschlagen und vergeblich daran gerüttelt. Aufgestellt werden diese unsichtbaren Käfige durch die Regeln, die sich aus einem Bündel von Statistiken ergeben. Diese wiederum durch die Verknüpfung von Informationen, die aus den digitalen Spuren gewonnen werden, die wir im Internet hinterlassen. Es ist eine Prognose oder Voraussage unserer zukünftigen Handlungen und entscheidet über die Vergabe von Krediten, was wir für Ergebnisse in der Suchmaschine bekommen, welche Werbung uns präsentiert wird oder welche Zahlungsweise wir bei dem Online Händler unserer Wahl benützen dürfen. Statistiken sind die Propheten des Internets, die Auguren der Herrscher und das führt uns wiederum zu Gilbert Keith Chesterton, der ein kurioser Mann mit vielen Gegensätzen war.
Sunday, June 10, 2012
On the Internet, everybody knows You're a Dog
"I'll tell you all my secrets
But I lie about my past"
"On the Internet, nobody knows you're a dog", was für eine wunderbare Meme, vermutlich aber nicht mehr zutreffend. Das Internet weiß inzwischen sehr wohl, wo der Futternapf steht und welche Dose für die kleine Zwischenmahlzeit gekauft wird. Aber was kann man tun, damit der arme Hund nicht mehr als solcher erkannt wird? Vielleicht ist eine kleine Abwandlung des Themas Augmented Reality von Hilfe. Gesundes Mißtrauen und Skepsis ist nach wie vor angebracht, aber es ist ein Thema, dass in meinem Kopf feststeckt... und einfach nicht vor die Hunde gehen will (*ächz* das war billig). Wir erinnern uns: Die Verknüpfung von unabhängigen Daten zu einem Gesamtbild, dass unsere Wahrnehmung manipuliert.
Um erfolgreich manipulieren zu können, braucht es Wissen über den einzelnen Menschen oder den Hund. Und das meiste Wissen über uns kommt aus dem Internet: Suchmaschinen, Online-Handel, soziale Netzwerke, Cookies, die IP, dein erstes Youtube Video. Im Prinzip gehe ich einen Handel mit einem schmierigen Gebrauchtwagenverkäufer ein, der ungemein geschickt ist: Nur ein paar meiner Daten - nichts Wichtiges, ehrlich! - gegen eine Serviceleistung. Aus diesen Daten erstellt der Konzern des Vertrauens ein Profil, dass dieser nach Belieben verwenden kann und dafür darf ich seine Suchmaschine benutzen, meine Bilder hochladen, einen Blog betreiben oder mit Freunden chatten. Die zwei Worte, die man sich merken sollte, heißen "nach Belieben". In der Regel wird mein Profil an den Meistbietenden verschachert, der mich dann mit gezielter Werbung plagt.
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