Wednesday, March 6, 2013

Back in town

Die Gründe für meine Abwesenheit sind mit ein oder zwei Sätzen nicht ganz einfach zu beschreiben, nur soviel: Sehr private Gründe - über die ich nicht öffentlich schwadronieren werde - und vieles von den Sachen, mit denen ich mich beschäftigt habe, sind mit den Vorstellungen meines Arbeitsgebers nicht ganz konform gegangen. Und auch wenn ich die Lieder meines Herren oft nicht aus vollem Herzen singe, so werde ich nicht in die Hand beißen, die mich füttert. Die Realität ist harsch und es muss einen Kompromiss gefunden werden zwischen der regelmäßiger Bezahlung und dem Niederschreiben fragwürdiger Theorien in seiner Freizeit. Es gibt Gerüchte, dass ich in fremden Gärten mit anderen Identitäten gewütet habe... selbstverständlich nicht! Ich sage nur soviel dazu: Böswillige Nachbarn und tratschende Marktweiber sind keine zuverlässigen Quellen der Information, wenn auch zuweilen amüsant.

Kurz: Der Blog ist nicht vergessen, lediglich ein wenig eingestaubt. Damit sich dies ändert, werde ich diesen zeitweise auch als Übungsfeld für Rezensionen zu Büchern und Spielen missbrauchen. Um den ollen Schiller frei zu zitieren: "Der Mensch spielt nur dann, wo er Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.".

Tuesday, October 9, 2012

Der Hipster in mir (2)

...daher: Keine Panik! Untersuchen wir eine erste Strategie, die bewährt ist und oft angewendet wird. Sie ist auch unter den Namen "Das japanische Prinzip" bekannt. Gemäß dem Spruch „Auf den Nagel, der hervorsteht, wird eingeschlagen“, kann man durch eine Vermeidung der Normabweichung dem Spott der anderen Nerds entkommen. Es ist ein Spiel und das Ziel dieses Spieles ist, sich in der Gruppe und Gemeinschaft zu verstecken, durch eine nicht hinterfragte Übernahme der relevanten ästhetischen Werturteile. Das heisst, die richtigen Klamotten, Musik und Filme gut finden; selbst wenn diese merkwürdig sind und eigentlich einer harschen Kritik befürfen. Für einen wachen Geist kann das eine Prüfung sein. Mitläufer ist daher ein zu harter Name dafür. Aber wie wäre es mit Chamäleon? Ein wundersames Tier, dass die Farbe des jeweiligen Hintergrundes annimmt, wenn es länger an Ort und Stelle verweilt.