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Wednesday, August 20, 2014

Mein Kühlschrank spricht mit mir...

Ich habe letzte Woche einen Ingenieur kennengelernt, der bei einer größeren Firma am "Internet der Dinge" arbeitet, kurz: Die Vernetzung von Alltagsgegenständen, die lustig miteinander über das Internet kommunizieren. Das Gespräch war interessant, denn der gute Mann war sich auch nicht sicher, ob das eine Entwicklung ist, bei der man jubeln oder bitterlich in die Tastatur weinen soll. Der Rasierapparat bestellt automatisch neue Batterien nach, sobald ich eine Reise buche und der Kühlschrank kauft die Milch von alleine ein, sobald diese ausgeht. Das ist eine Vorstellung, die viele Menschen begeistert, denn das verschafft uns Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben: Rad schlagen und Zierteppiche sammeln. Schön wäre es, aber ich persönlich glaube, dass das Internet der Dinge unser Leben nicht besser oder schöner machen wird. Das Gegenteil ist der Fall und deshalb sei an dieser Stelle noch einmal genussvoll die Geschichte vom smarten Kühlschrank erwähnt, der als Teil eines Botnets von Hackern an der Versendung von ein paar hundertausend Spam-Mails im letzten Jahr beteiligt war. Das ist eine hübsche Anektdote, die aber die grundsätzliche Problematik aufzeigt: Alle derzeitigen Geräte wie Kühlschränke, Unterhaltungselektronikgeräte, Smart-TVs, Thermometer - und vieles mehr- sind manipulierbar und bis 2020 sollen angeblich an die 200 Milliarden Geräte vernetzt sein. Lassen wir einen Augenblick das Privatleben unseres Toasters als Spambot ruhen und reden wir von der unangenehmen Seite des Internets der Dinge.

Thursday, May 15, 2014

Pandoras Box: Who watches the Watchmen - more weird stuff about Zappa (1)


"They who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety."
- Benjamin Franklin


Benny himself!
Damit eine Demokratie funktioniert, bedarf es mündige und politisch aufgeklärte Bürger. Was ein Widerspruch an sich ist: Denn ein politisch mündiger Bürger würde keine der heutige Parteien wählen und wenn, dann mit grimmigen Bauchschmerzen das kleinste Übel. Es ist schon fast ein Allgemeinplatz, aber es geht schon lange nicht mehr darum, das Volk und deren Interessen zu vertreten, sondern die Partei und deren Machterhalt. Die Partei sichert das Einkommen der Kaste der Berufspolitiker, wobei der Wähler in der Verteilung der Sitze (sprich: Kuchenstücke, Anteile an der Macht) im Parlament eher stört, als dass er nützlich ist. Er ist eine unbekannte Größe, die es zu manipulieren gilt. Ist diese Ansicht zu polemisch, marxistisch-leninistisch oder zu sehr der Wirklichkeit entrückt? Vielleicht, aber um ein Abbild und Modell der aktuellen Situation zu bekommen, ist dieser Denkansatz vermutlich nicht verkehrt.

Bei einem der Interviews, die ich von Frank Zappa gesehen habe, ging es unter anderem darum, ob wir überhaupt in einer Demokratie leben, was dieser stark bezweifelt hatte. Er hat eine These aufgestellt, die sich im ersten Augenblick grotesk anhört und für die er teilweise heftig kritisiert worden ist. Eine Demokratie setzt voraus, dass eine Stimme des Bürgers den gleichen Wert wie eine andere Stimme hat (das Ideal der politischen Gleichheit), aber da nicht alle Menschen die gleiche Bildung und Erziehung haben, besitzen deren Stimmen nicht den gleichen Wert. Dieser wird durch die Information kontrolliert, die ein einzelner Bürger bekommt und ist abhängig von seiner Erziehung und den Medien bestimmt, die wiederum von der Wirtschaft kontrolliert werden. Eine wüste Theorie, oder? Das dachte ich auch, denn eine Stimme, ist eine Stimme, ist eine Stimme. In diesem Zusammenhang sollte man wissen, dass die Kluft zwischen denjenigen, die wählen und den Bürgern, die nicht wählen, auch in unserem Land immer größer wird und direkt mit dem Einkommen, dem Anteil an den Produktionsmitteln und der Erziehung gekoppelt ist, kurz: Die Unterschicht mit den dreckigen Jobs und der niedrigsten Bildung wählt nicht, während die Bürger, die noch am Wohlstand der Gesellschaft und Erziehung teilhaben, die.... gehen zur Wahl.