Sonntag Abend, der Montag droht mit Fremdbestimmung in Form von Arbeit. Zeit also für ein paar Phrasen und mit zitternder Stimme wider des "pösen" Kapitalismus zu wettern. Denn dieser goldene Apfel ist in seinem Inneren faul, dass sage ich euch. Frei nach Chesterton: "Das Problem mit dem Kapitalismus ist, dass es zu wenige Kapitalisten gibt", sprich: Menschen die am Reichtum unserer Gesellschaft teil haben.
Wie ich darauf komme? Unter anderem ein Bericht, der besagt, das Praktikanten in Brüssel für bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung gestreikt haben. Nach 17 Jahren Schule und Universität, mehrere Fremdsprachen, Auslandsaufenthalten und andere Kleinigkeiten, fristen gut ausgebildete Menschen Ihr Dasein mit EUR 500 - EUR 700 im Monat - nennt es eine unglückliche Kombination von befristeten Arbeitsverträgen und dem Prinzip Hoffnung. Das ist bitter und im übrigen nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal von Brüssel: Andere Städte, gleiche Unsitten. Es gibt genügend Freunde und Bekannte, die das lustige "Praktikanten-Karussell" mit der Mohrrübe "Festanstellung" mitgemacht haben.