Wednesday, June 27, 2012

Abwesenheitsnotiz (1)

Freunde des Schnürschuhes und des gehobenen Hupfdohlenwesens,

ich habe noch einmal den zweiten Teil der "3 Steine" umgeschrieben und bin nach der ersten Juli Woche wieder aktiv. Bis dahin... genießt euer Leben.

Frater Bartmoss

Tuesday, June 19, 2012

Die drei Steine (2)



(neue Version)

Der Stein aus dem See fühlte sich vertraut und warm in der Hand des alten Mannes an. Das Licht der untergehenden Sonne brach das Licht am Stein und brachte alte Erinnerungen und Träume zurück, die wie Fische verführerisch dicht unter der Oberfläche des bewußten Denkens schwammen, aber sich nicht fangen lasssen wollten. Und während er darüber grübelte, kam der Schlaf über ihn und damit ein sonderbarer Traum: Er erblickte sich selber am Fuß eines hohen Berges, dessen grimmiges Haupt von Wolken umgeben war. Ein kleiner steiniger Pfad führte zum Gipfel auf dem das wilde Unwetter tobte. Als er endlich den Mut fand und den Berg erstieg, fiel mit jedem Schritt ein Stück seines Alters von ihm ab und er war wieder jung und voller Kraft. Auf halben Wege kam ihm ein schönes Mädchen mit langem rotem Haar und grünen Augen entgegen. Sie reichte ihm einen Krug mit Wasser, den er dankbar nahm. Als er daraus trank, sprach sie "Und nun vergesse mich. Du wirst mich finden, wenn die Zeit dafür gekommen ist". Als er antworten wollte, legte Sie ihm einen Finger auf den Mund und küsste ihn. Da erwachte er und die Morgensonne schien ihm ins Gesicht. Verwirrt packte der alte Mann sein Bündel zusammen, während er versuchte den Traum festzuhalten. Aber die Erinnerung verblasste, als ob ein Zauber darüber gesprochen war. So verwahrte er die Steine sorgfältig in seinem Gürtel und ging noch einmal nach dem Teich, um sein Spiegelbild zu betrachten. Das Gesicht, das ihm entgegenblickte, war ihm in all den Jahren fremd geworden. "Wer bist du?" fragte er laut sein Spiegelbild, doch es gab keine Antwort.