Tuesday, April 16, 2013

(2) AdSense und warum die Götter des Internets mich abgeschossen haben

Die Verantwortung für die Umtriebe auf der eigenen Seite wird einem nicht abgenommen und nachdem das Kind einmal in den Brunnen gefallen ist, will Tante Google den Beweis, dass sich dies nicht wiederholt. Es ist im Interesse des Unternehmens seine Kunden, die Werbung schalten, vor Betrug zu schützen und Unschuldige gibt es selten im Internet. Aber zumindest bekommt man eine einmalige Chance die Sperrung von AdSense rückgängig zu machen. Und das ist eine recht harte Geschichte für den durchschnittlichen User. Man muss nicht nur den Grund für die Sperrung in den Statistiken seiner Seite genau erkennen und definieren können, sondern auch die Maßnahmen beschreiben, die das in Zukunft verhindern werden.


Eine Sache, die auch gestandenen Profis den Schweiß auf die Stirne treibt, denn das Internet hat eine Menge Schweinereien aufzubieten und täglich kommen Neue dazu: Erfindungsreich ist der Mensch in seinem dunklem Drange. Daher hüllt sich Google über das "Warum" der Sperrung in eisernes Schweigen, denn der gemeine Verbrecher könnte sonst Rückschlüsse auf die Methoden der Analyse schließen. Also Raten über die Ursache des Sperrung und das Prinzip Hoffnung fahren? Nicht zu empfehlen,  eher die Beschäftigung mit der Materie "AdSense und Betrug" (wird im Regelfall eine handfeste Paranoia als Folge haben) und/oder einen Experten zu finden. Was uns wiederum zu dem Punkt führt, warum man die Frage "Warum bin ich denn eigentlich gesperrt worden?" niemals stellen sollte. Diese Frage beweist Tante Google sofort, dass es an Wissen, der nötigen Erfahrung und dem Willen zur Besserung mangelt und eine Wiedereröffnung des Accounts nur wenig Sinn macht. Der Antrag wird abgelehnt, eine zweite Chance gibt es nicht: Lebenslange Sperrung.

An und für sich ist das eine vernünftige Vorgehensweise und bei einer großen Zahl der Fälle werden die Accounts bei Adsense zu Recht gesperrt  (Nutzungsbedingungen verletzt, Klicks auf die eigene Werbung, gezahlte Backlinks usw.). Was macht man aber in dem Fall, wenn man selber das Opfer wird? Die dunkle Seite der Macht, sprich: Betrüger, Lügner und chinesische Hacker, entwickeln sich mit der gleichen Geschwindigkeit, wie die Tools, die Missbrauch verhindern sollen. Trotz Erfahrung und viel Vorsicht kann man früher oder später in ein offenes Messer laufen, wie zum Beispiel durch die Manipulation der Werbung von einem Konkurrenten - dagegen ist kein Kraut gewachsen, wenn man es richtig macht. Es gibt keinen 100% Schutz und die schon genannten Statistiken und Algorithmen schlagen schnell zu.

Und hier ist meiner Meinung nach ein Support von Google gefordert, der über die Zusendung von Autotexten mit keiner Aussage und einen Link zum Ausfüllen eines Formulars gehen muss. Bei mir war es ein schlechter Backlink (Vermutung), den ich nicht sofort gesehen habe (meine Schuld) und der freundschaftliche Besuch eines Bots aus deren virtuellen Nachbarschaft (vermutlich)... an dieser Stelle ein herzliches Dank an die betreffende Seite. Vermutlich ist das Wort des Tages: Ohne eine Rückmeldung vom Support werde ich das niemals genau wissen. Es bleibt der schlechte Nachgeschmack, dass ich der reinen Willkür einer automatischen Freund-Feind Erkennung zum Opfer gefallen bin. Nicht lustig. Echt.